DMR-MARC Netz in dl wird abgeschaltet

Das deutsche DMR MARC Team wird zum 31. Juli 2017 den Betrieb des DMR-DL Servers einstellen.
(wir löschen nicht das DMR Netz und auch nicht das Internet )
Wohin die Relaisstellen Betreiber ihre Relais umstellen bleibt Ihnen selbst überlassen.
Viele sind zum Brandmeister Netzwerk und andere zum IPSC2 was eigentlich DMR+ ist gewandert.

Wir danken allen Sysops und Nutzern des Netzes für das langjährige Vertrauen.

DMR-DL  Team

 

User-Aktivierte Sprechgruppen

UA Sprechgruppen
Schlagwort „User-Aktivierte Sprechgruppen“
oder „User-Aktivierte Talkgoups“ (UA-TGs)

User-Aktivierte Sprechgruppen sind neu [seit etwa Mai 2015] im weltweiten DMR-MARC Netzwerkverbund und sind jetzt auch im DMR-DL-Netzwerk verfügbar.

Was sind User-Aktivierte Sprechgruppen (UA-TGs)?
UA-Sprechgruppen funktionieren ähnlich wie die sogenannten Sprechräume im Hytera-Netzwerk. Im Gegensatz zu den bisherigen und alt bekannten fixen Sprechgruppen im DMR-DL Netzwerk kann eine User-Aktivierte Sprechgruppe bei Bedarf eingeschaltet werden. Bei nicht-Aktivität verfällt die Verbindung nach 10 Minuten. Das Besondere an der Verwendung der User-Aktivierten Sprechgruppen (US-TGs)  ist, das nur die Relais auf Sendung gehen bei denen auch ein QSO mit der UA-TG stattfindet. Mit User-Aktivierten-Sprechgruppen (UA-TGs) lassen sich DMR Gespräche und Verbindungen in die ganze Welt herstellen. Es gibt für viele Sprachen jeweils zwei eigene UA-TGs, siehe unten.

Ein Beispiel:
ein OM aus München möchte mit einem Deutschsprachigen OM aus Florida über DMR sprechen. Dazu wählen beide OMs den Kanal/Relaisfrequenz ihres erreichbaren DMR Relais mit Zeitschlitz 1 (TS1) an ihren Funkgeräten aus, auf dem sie mit der Sprechgruppe UA-TG110 senden und empfangen. Jetzt können beide OMs miteinander sprechen und nur die beiden Relais werden auf Sendung getastet, auf denen die UA-TG 110 gerade verwendet wird.

Ein zweites Beispiel:
Will jetzt noch ein dritter OM zu dem Gespräch dazu kommen, sagen wir mal aus Südafrika, dann muss dieser OM ebenfalls einen Kanal/Relaisfrequenz seines erreichbaren DMR Relais mit TS1 und UA-TG110 wählen. Sobald er auf Sendung geht hören Ihn auch die beiden anderen OMs. Diese drei OMs können nun miteinander sprechen. Mit diesen drei OMs werden so auch nur die drei Relais auf Sendung gehen, auf denen sie jeweils einsteigen. Wenn einer der OMs aber 10 Minuten nicht gesendet hat, wird die Verbindung zur UA-TG110 bei ihm am Relais wieder getrennt.

Welche UA-TGs gibt es zur Zeit auf dem DMR-DL Netzwerk?
TS1 TG110 und TG120, für Deutschsprachige QSOs.
TS1 TG111 und TG121, für Französischsprachige QSOs.
TS1 TG113 und TG123, für Englischsprachige QSOs.
TS1 TG114 und TG124, für Spanischprachige QSOs.
TS1 TG119 und TG129, für Sprach-Unabhängige QSOs.
und so weiter.
Siehe hierzu auch noch weitere Sprechgruppen in der TG-Matrix.

 

ColorCode

Was ist ein ColorCode?
Der Begriff ColorCode, auch Systemcode genannt, wird bei der Programmierung von DMR Funkgeräten und DMR Relaisfunkstellen verwendet. ColorCode ist ein Parameter der bei der Programmierung eines DMR Funkkanals angegeben werden muss. Der Parameter kann die Werte von 0 bis 15 annehmen. Standard ist der Wert 1.

Wozu wird der ColorCode benötigt?
Dieser Parameter ist Teil der DMR Funkschnittstellen Spezifikation. Mit Hilfe dieses Parameters lassen sich DMR-Relais welche auf der selben Frequenz arbeiten und bei denen sich Ihr Einzugsbereich in Teilen überschneidet, von einander trennen.

Ein Beispiel:
In einer geografischen Region befinden sich zwei DMR-Relais deren Reichweiten/Einzugsbereiche sich in Teilen überschneiden.
Relais A verwendet ColorCode 1 und
Relais B verwendet ColorCode 2.
Es soll für den User eine Trennung der beiden Relais erreicht werden.

Wenn der User das Relais A verwenden will dann muss er in seinem Codeplug in der Kanaleinstellung den ColorCode 1 eingestellt haben. Somit wird der User das Relais B nicht hören und auch nicht auftasten und umgekehrt.
Diese Technik erlaubt also entweder den Betrieb des Relais A oder Relais B. Wenn auf beiden Relais Funkbetrieb herrscht dann kann es in den geografischen Überlappungsgebieten zu Empfangsunterbrechungen kommen.

Für tiefergehende Informationen finden alle an DMR Interessierte in dem Dokument mit dem Namen „System-Planner“. Es kann auf dem P25 Forum heruntergeladen werden. Eine Registrierung im Forum ist aber dazu nötig.
http://communications.support/threads/11675-MOTOTRBO-System-Planner-2-5-EMEA

Codeplug

Begriff Codeplug was ist das?

Die meisten modernen und professionellen Funkgeräte lassen sich vom Computer aus programmiern. Das bedeutet das alle Funkgeräteeinstellungen, wie zum Beispiel Frequenzen oder Betriebsarten, vom Computer aus eingestellt werden können / müssen. Für DMR Funk heist die Software, die für diese Aufgabe benötigt wird, CPS (Customer Programming Software). Alle Einstellungen die für ein DMR Funkgerät mit Hilfe der CPS vorgenommen werden, werden in einer Datei auf dem Computer gespeichert. Diese Datei wird auch Codeplug genannt. Mit Hilfe der CPS wird der Codeplug bearbeitet, in das Funkgerät geladen und kann auch so wieder aus dem Gerät ausgelesen werden.

Radioserver

Dies ist ein Beitrag zum Thema, „was ist“ und „was tut“ der Radioserver.

Wenn innerhalb des DMR-DL Netzwerkes über den Server gesprochen wird, dann wird hier im allgemeinen der sogenannte Radioserver gemeint. Der Radioserver besteht aus Hardware und Software. Die Hardware ist ein für den Dauerbetrieb ausgelegter Computer (PC/Server 24×7 ) mit leistunsgstarker Internetanbindung. Die Software ist im Falle des DMR-DL Netzwerkes von der Firma Elcomplus programmiert und hat den Produktnamen SmartPTT.
[UPDATE 09.03.2015]: Neue Software. Umzugsarbeiten. Ab sofort ist der bisher verwendete Radioserver gegen eine neue sogenannte Bridging-Software ersetzt worden. Das Produkt heißt „C-Bridge“.

Was macht dieser Radioserver nun? Welche Aufgaben hat dieser Server für uns? In alle Kürze gesagt, der Radioserver dient hautsächlich zur Vermittlung der Funkgespräche zwischen den verschiedenen DMR-Relais. Abhängig von der verwendeten Sprechgruppe werden die digitalen Sprachsignale von den einzelnen Relais mit Hilfe des Internet zum Radioserver gesandt und von dort aus weiter zu den in der Sprechgruppe angeschlossenen Relais. Man kann also durchaus sagen der Radioserver fungiert wie eine Art moderner digitaler Sprach-Vermittlungsstelle.

CPS

CPS steht für die englischsprachige Abkürzung „Customer Programming Software“.
Also ein Anwendungsprogramm mit dessen Hilfe das Funkgerät programmiert werden kann. Um sein DMR Funkgerät zu programmieren und damit alle möglichen Einstellungen nutzen zu können, wir die CPS benötigt. Die CPS speichert alle Einstellungen die für das Funkgerät vorgenommen werden einen Codeplug ab. Die CPS für DMR Funkgeräte von Motorola läuft auf einem Windows PC. Zu Verbindung zwischen PC und dem Funkgerät wird es mit Hilfe eines für das Funkgerät passenden USB-Programmierkabels am PC angeschlossen. Bei manchen Funkgeräten kann die Schnittstelle Bluetooth zur Verbindung zur CPS eingesetzt werden. Die CPS sollte immer auf dem Aktuellen Stand gehalten werden. (Siehe dazu den Beitrag Firmware & CPS, in Arbeit)

Firmware

Firmware ist eine Geräte spezifische Software.
Sie dient zur Steuerung des Gerätes. Die meisten modernen elektronischen Geräte haben zur Steuerung des Gerätes Mikroprozessoren eingebaut. Diese Prozessoren führen den Programmcode aus, der als Firmware bezeichnet wird. Die Firmware wird meist in „nicht flüchtigen Speichern“, sogenannten Flash-Speicher oder anderen programmierbaren Speicherbausteinen, im Gerät abgespeichert. Die Firmware sollte immer auf dem Aktuellen Stand gehalten werden. (Siehe dazu den Beitrag Firmware & CPS, in Arbeit)

Zeitschlitz Timeslot

hier entsteht ein Beitrag zum Thema, Zeitschlitz Timeslot.
Die Abkürzung „TS“ steht für Englisch „Timeslot“ und im Deutschen für „Zeitschlitz“. Im Amateurfunk Sprachgebrauch findet sowohl der englische als auch der deutsche Begriff seine Anwendung.

Im Amateurfunk wird auch der Europäische Funkstandard DMR verwendet. Die Funktechnologie DMR verwendet auf einer Frequenz zwei, von einander getrennte Zeitschlitze. In jedem der beiden Zeitschlitze kann ein Funkgespräch und Daten übertragen werden. Somit sind auf einem Funkkanal zwei Gespräche gleichzeitig möglich.

Sprechgruppe Talkgroup

[dies ist ein Beitrag von Ralf DF6RK und Jochen DL1YBL]
Die Abkürzung „TG“ steht für Englisch „Talkgroup“, im Deutschen heist es  „Sprechgruppe“. Im Amateurfunk Sprachgebrauch findet sowohl der Englische als auch der Deutsche Begriff seine Anwendung.

Wozu dienen die Sprechgruppen?
Bei herkömmlichen Amateurfunk FM-Relaisfunkstellen wird immer nur ein Gespräch zu selben Zeit ausgesendet. Mit DMR-Relais können zwei Gespräche, gleichzeitig ausgesendet werden und vom Funkamateur empfangen werden. Der Zuhörer kann sich entscheiden ob er das eine oder das anderen Gespräch hören will. Dazu muss er an seinem DMR-Funkgerät nur den Kanal umschalten. Umschalten zwischen dem einen Kanal, auf dem der Zeitschlitz 1 (TS1) programmiert ist, oder dem Kanal auf dem der Zeitschlitz 2 (TS2) drin ist. Dabei steht „TS“ für den englischen Begriff „Timeslot“, zu Deutsch „Zeitschlitz“. Es gibt im DMR-Funk genau nur zwei Zeitschlitze. Man kann diese Unterteilung auch als physikalisch bezeichnen.

Aber nun zur Sprechgruppe:
In modernen Funksystemen wird eine Unterscheidung und Einteilung der Funkgespräche auf einem Kanal gewünscht, sonst müsste der Funkteilnehmer der auf dem Relais empfangsbereit ist, alle Funkgespräche hören obwohl er vielleicht nur bestimmte Gespräche hören will. Diese Unterteilung der Funkgespräche wird durch sogenannte Sprechgruppen (englisch: Talkgroups „TG“) ermöglicht. Sprechgruppen ermöglichen eine rein logische Einteilung. In der DMR Norm sind sehr viele Sprechgruppen möglich. Für uns Funkamateure ist jedoch ein sehr kleiner Teil sinnvoll nutzbar. Zu Beginn, also der Einführung des DMR-Relaisfunks im Amateurfunk, mussten sich die Entwickler überlegen wie die vielen, weltweit, verteilten Relais sinnvoll organisiert werden. Immerhin sind alle DMR-Relais zu Netzwerken zusammen-geschaltet. Es wurde eine sinnvolle Einteilung gesucht um die vielen Funkgespräche, über Länder und Regionen hinweg zu organisieren.
Es wurde eine, der Geographie entsprechende Einteilung entwickelt:
Gepräche die Weltweit im DMR-Netzwerk zu hören sein sollen bekamen die Sprechgruppe 1 zugeordnet.  Die Ziffernfolge ist hirrachisch von oben nach unten geordnet. Heute hat sich für Europa folgende Lösung entwickelt.

Hier nur ein unvollständige Liste:

TG1 = Weltweit
TG2 = Europa
TG10 = Deutschsprachig Weltweit
TG11 = Französisch Weltweit
TG13 = Englisch Weltweit
TG20 = DACH Region (Deutschland, Östereich, Schweiz)
TG262 = Deutschland TG232 = Österreich
TG228 = Schweiz
TG8 = Regional (In Deutschland gibt es einige Regionen)
TG9 = Lokal (damit bleibt das Gepräch am lokalen Relais)
TG99 = für Simplex Gepräche
TG9990 = Echo-Funktion oder auch Papagei genant

User-Aktivierte Sprechgruppen:
Siehe hierzu den Beitrag UA-Sprechgruppen

Matrix der Sprechgruppen und die Talkgoups im DMR-DL Netzwerk, siehe hierzu die TG-Matrix

Wo wird die Organisation durchgeführt:
Siehe auch: http://dmr-marc.net/index.html suche in der rechten Spalte nach „Talkgroup Database“

Bridging-Software

[25.03.2016]
Dies ist ein Beitrag zum Thema, “was ist” und “was tut” die Bridging-Software.

Wenn innerhalb des DMR-DL Netzwerkes über den Server gesprochen wird, dann wird hier im allgemeinen der sogenannte Radioserver beziehungsweise seit Neuerem die „Bridging-Software“ gemeint. Die Bridging-Software besteht aus einem Server in einem Rechenzentrum und Software. Der Server ist meist eine virtualisierte Server Hardware mit leistunsgstarker Internetanbindung. Die Software ist im Falle des DMR-DL Netzwerkes von der Firma Rayfield programmiert und hat den Produktnamen C-Bridge.
Siehe hier zu auch den Beitrag in Englisch hier http://dmr-marc.net/FAQ.html

Was macht dieser Radioserver / die Bridging-Software nun?
Welche Aufgaben hat dieser Server für uns?
In aller Kürze gesagt, der Radioserver / Bridging-Software dient hautsächlich zur Vermittlung der Funkgespräche zwischen den verschiedenen DMR-Relais. Abhängig von der verwendeten Sprechgruppe werden die digitalen Sprachsignale von den einzelnen Relais mit Hilfe des Internet zum Radioserver gesandt und von dort aus weiter zu den in der Sprechgruppe angeschlossenen Relais. Man kann also durchaus sagen der Server fungiert wie eine Art moderner digitaler Sprach-Vermittlungsstelle.
[UPDATE] 09.03.2015: Neue Software. Ab sofort ist der bisher verwendete Radioserver gegen eine neue sogenannte Bridging-Software ersetzt worden. Das Produkt heist “C-Bridge”.

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